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Die Nachricht erschütterte Lehrer, Schüler und auch Eltern der Grundschule in Bingen-Gauslheim. Ihre Schule gehört zu den neun sogenannten „Zwergschulen“, die geschlossen werden sollen. Aber nicht ohne Gegenwehr.

Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hat, startete der Elternbeirat am Freitag eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Schule, sagt Schulleiterin Kerstin Achenbach. Außerdem müsse noch unter anderem die Stadt Bingen als Schulträger und die Eltern vom Bildungsministerium gehört werden. Deswegen hofften alle, die Schließung noch abwenden zu können.
Schule hat zu wenige Schüler

Am Donnerstagmorgen klingelte bei der Schulleiterin das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war die zuständige Behörde mit der niederschmetternden Nachricht, dass die Schule geschlossen werden soll.

Die Begründung: Die Schule sei mit 28 Schülern zu klein. Es gebe zu wenig Schüler, um für jede Klassenstufe eine Klasse zu bilden. Das widerspreche dem Schulgesetz. Die Enttäuschung sei natürlich riesengroß, so Achenbach, vor allem, weil die Schule sehr gut gelaufen sei und insbesondere Schüler mit Problemen gut integriert werden konnten.
Falsche Argumente

Die Begründung für die Schließung kann Kerstin Achenbach nicht nachvollziehen. Die pädagogischen Motive müssten immer Vorrang vor den finanziellen haben. Außerdem sei das Konzept der Schule nicht gewürdigt worden. Die 28 Schüler würden in zwei jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet. Das gefalle auch den Schülern. Der kleine Kolja findet vor allem gut, dass jeder jeden kennt und der Unterricht viel gemütlicher ist.
Wohin sollen die Kinder?

Die Eltern beschäftigt besonders eine Frage: Wohin sollen die Kinder gehen? Im benachbarten Bingen-Kempten ist kein Platz für mehr Schüler, sagen sie, nach Bingen Stadt müssten die Kinder gefahren werden. Deswegen kämpfen sie jetzt.
Stadt unterstützt die Schule

Auch die Stadt Bingen als Schulträger steht hinter der Schule. Vertreter von Stadt und Ministerium werden sich noch einmal zum Gespräch treffen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Gaulsheimer.

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